Dieser zweieinhalbstündige Workshop ist ein Angebot, unterschiedliche Reaktionen besser zu verstehen und den Blick darauf zu richten, was im persönlichen Umgang und im gemeinsamen Arbeiten hilfreich sein kann.
Trauer zeigt sich sehr unterschiedlich. Menschen sind verschieden stark betroffen, benötigen Unterschiedliches und entwickeln eigene Strategien, um mit dem Erlebten umzugehen. Im Workshop geht es darum, diese Unterschiede einzuordnen und besser zu verstehen. Dabei schauen wir auch auf besondere Dynamiken, die nach einem gewaltsamen Tod entstehen können – etwa Schuldfragen, gegenseitige Vorwürfe oder Konflikte, die manchmal dort Raum einnehmen, wo Schmerz, Ohnmacht und offene Fragen nur schwer auszuhalten sind.
Gleichzeitig beschäftigen wir uns damit, wie Trauer Raum bekommen kann, ohne dass sie alles bestimmt: Was kann zur persönlichen Stabilisierung beitragen? Welche Ressourcen helfen dabei, Arbeitsfähigkeit zu bewahren oder schrittweise wiederzugewinnen? Und was unterstützt Teams darin, mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Reaktionen umzugehen?
Ein weiterer Blick gilt dem Erinnern und der Frage, wie die Verbundenheit mit einem verstorbenen Menschen weiterbestehen und ihren eigenen Platz finden kann.
Der Workshop bietet fachliche Impulse, die Möglichkeit zur Selbstreflexion und zum Austausch sowie Raum für Fragen der Teilnehmenden.
Ziel ist es, das eigene Erleben und die Reaktionen anderer besser zu verstehen und konkrete Handlungsoptionen für den persönlichen Umgang und das gemeinsame Arbeiten zu entwickeln.