Die eigene Rolle stärken - Selbstfürsorge und professionelle Haltung in der Jugendhilfe

Deutschland

Seminare / Fortbildungen


Fachkräfte der Jugendhilfe stehen täglich vor der Herausforderung, Kinder und Jugendliche mit komplexen Bedürfnissen zu begleiten und zu stabilisieren. Dabei geraten die eigenen Bedürfnisse und Grenzen oft in den Hintergrund. Dieser Workshop stellt die „Versorgung der Versorgenden“ in den Mittelpunkt und lädt dazu ein, die eigene Rolle bewusst zu reflektieren und nachhaltig zu stärken.

Im Fokus steht die Frage, wie pädagogische Fachkräfte zwischen Nähe und Distanz, Engagement und Abgrenzung sowie Verantwortung und Selbstschutz eine gesunde Balance entwickeln können. Die Teilnehmenden setzen sich mit ihren inneren Antreibern, Haltungen und Reaktionsmustern auseinander und gewinnen ein tieferes Verständnis für die Wirkung ihres professionellen Handelns.

Traumapädagogische Aspekte verdeutlichen, warum Selbstfürsorge eine zentrale Voraussetzung für stabile und sichere Beziehungen ist. Ergänzend bietet die Transaktionsanalyse hilfreiche Modelle, um innere Prozesse und Kommunikationsmuster zu reflektieren.

Der Workshop bietet einen geschützten Raum für Selbstreflexion, Austausch und Entwicklung neuer Perspektiven für den Arbeitsalltag.

Inhalte im Überblick:
  • Reflexion der eigenen Rolle in der Jugendhilfe
  • Selbstfürsorge als professionelle Aufgabe
  • Umgang mit Stress und Belastung
  • Eigene Grenzen wahrnehmen und kommunizieren
  • Innere Antreiber und Muster (transaktionsanalytische Perspektive)
  • Stabilisierung und Ressourcenarbeit (traumapädagogischer Ansatz)


Methoden: 
  • Reflexionsübungen und Selbsterfahrung
  • Austausch in Kleingruppen
  • Theoretische Impulse
  • Praxisnahe Übungen zur direkten Umsetzung

Was euch erwartet:
Eine Mischung aus fachlicher Tiefe, ehrlichem Austausch, neuen Perspektiven und einer guten Portion Humor und Leichtigkeit. Denn wir sind überzeugt: Lernen darf und soll Spaß machen, gerade bei so anspruchsvollen Themen. 
Wo:
Norddeutsches Zentrum für Nachhaltiges Bauen GmbH
Artilleriestraße 6a
27283  Verden (Aller)
Wann:
Mi. 11.11.2026, 09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Zusatzinfos:


Ihre Referentinnen: 

Franziska Wortmeyer

Sozialpädagogin, Traumapädagogin und insoweit erfahrene Fachkraft im Kinderschutz
Ich verfüge über mehr als zwölf Jahre Berufserfahrung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe und bin in leitender pädagogischer Funktion tätig. In meiner Arbeit verbinde ich fachliche Klarheit mit einem tiefen Verständnis für die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen mit belastenden Erfahrungen. Mein Herz schlägt für bindungs- und traumasensible Pädagogik und dafür, Fachkräfte in ihrer Haltung und Sicherheit im pädagogischen Alltag zu stärken.

Sylvia Dormann
Krankenschwester, Heilpädagogin, Transaktionsanalytikerin im Feld Bildung sowie systemische Therapeutin (DGSF), Autorin 
Ich bringe über zwanzig Jahre Leitungserfahrung in der Jugendhilfe mit und bin seit 13 Jahren selbstständig mit der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Dormanns Hof. Mein Fokus liegt auf ganzheitlichen, beziehungsorientierten Ansätzen sowie der Verknüpfung von systemischem Denken und praktischer Pädagogik.


Was uns verbindet:
Wir arbeiten beide seit vielen Jahren mit Fachkräften sowie Studierenden der sozialen Arbeit und angehenden Erzieher*Innen und geben unser Wissen mit viel Praxisbezug weiter.

Warum wir das gemeinsam machen:
Wir haben in den vielen Jahren in der Jugendhilfe erlebt, wie herausfordernd und gleichzeitig bedeutsam diese Arbeit ist. Beziehung zu gestalten, Halt und Sicherheit zu geben und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, verlangt viel Fachlichkeit, aber auch viel persönliche Stabilität. Gleichzeitig sehen wir, wie oft die „Versorgung der Versorgenden“ zu kurz kommt. Genau hier setzen wir an: uns ist es wichtig, Räume zu schaffen, in denen Fachkräfte nicht nur neues Wissen bekommen, sondern auch sich selbst in den Blick nehmen können - ohne Druck, aber mit echtem Gewinn für den Alltag. Unsere unterschiedlichen Hintergründe ergänzen sich dabei: traumapädagogische Perspektiven, Transaktionsanalyse, systemisches Denken und langjährige Leitungserfahrung. Daraus entsteht ein praxisnaher, lebendiger Austausch, der im Arbeitsalltag spürbar wird. Und wir arbeiten einfach auch gerne zusammen. Mit Humor, Offenheit und einer guten Portion Leichtigkeit - auch bei ernsten Themen.

Teilnehmendenzahl: 
mind. 6
max. 20

Anfahrts- & Ortsbeschreibung:


Vor Ot stehen kostenfreie Plätze zur Verfügung

Teilnahme


Mitglied

199,00 €
(inkl. 0,00 % MwSt.)
 

Nicht-Mitglied

299,00 €
(inkl. 0,00 % MwSt.)