Die stationäre Jugendhilfe ist ein Arbeitsfeld, welches mit steigenden Krankenständen, psychischen Erkrankungen und hohem Fachkräftemangel konfrontiert ist. In diesem Online-Seminar widmen wir uns der Frage: Was hält Fachkräfte in der Jugendhilfe gesund – und was macht sie krank? Die Fortbildung folgt einer sogenannten „Trichter-Logik“ und beleuchtet systematisch, wie Führungskräfte auf den Ebenen der Organisation, des Teams und des Individuums gesundheitsförderlich wirken können. Die Teilnehmenden lernen fundierte psychologische Konzepte wie die Salutogenese, das Job-Demands-Resources-Modell und die Wichtigkeit der psychologischen Sicherheit kennen. Darüber hinaus werden spezifische Risiken der Jugendhilfe wie Compassion Fatigue und Sekundärtraumatisierung besprochen und Strategien zur persönlichen Resilienz und Selbstfürsorge erarbeitet. Die Methodik wechselt dynamisch zwischen Impulsen, Selbsterfahrung, Kleingruppenarbeit und Plenumaustausch.
Inhalte:
- Ankommen, Erwartungsabfrage und BGM-Grundlagen
- Spezifische Belastungen in der Jugendhilfe
- Modelle der Gesundheit: Salutogenese & Job-Demands-Resources
- Die gesunde Organisation: Strukturen, Prozesse und Kultur
- Exkurs: New Work in der Jugendhilfe
- Teamebene: Psychologische Sicherheit als Fundament
- Gesund führen und die eigenen inneren Antreiber erkennen
- Individuum: Compassion Fatigue und Sekundärtraumatisierung
- Mikropraktiken der Selbstfürsorge und das Energiefass
- Transfer in den Alltag: Mein persönlicher Dreiklang